Reisekostenreform - Verpflegungspauschalen (am Beispiel eines Soldaten)

Ist Ihr Einsatz befristet? Waren Sie 4 Wochen ohne Unterbrechung nicht in der Arbeit?
(z. B. wegen Urlaub, Krankheit)

Die Reform des steuerlichen Reisekostenrechts ab 2014 hat neue Abzugsmöglichkeiten hinsichtlich der Verpflegungspauschalen bei Auswärtstätigkeiten ergeben.

So bewirkt jede Unterbrechung von mindestens 4 Wochen eine neue Dreimonatsfrist bei der Berechnung der Verpflegungspauschalen an einer auswärtigen Tätigkeitsstätte. Eine auswärtige Tätigkeitsstätte liegt z. B. bereits bei einer bloßen Befristung innerhalb eines Dienstverhältnisses vor.

Beispiel
Berufssoldat Harald wurde ab Jahresbeginn für drei Jahre befristet in die Kaserne nach Musterhausen versetzt. Er fährt arbeitstäglich mit dem PKW dorthin (20 km Entfernung) und ist jeweils über 8 Stunden von zu Hause abwesend. Im August hat er vier Wochen Urlaub. Er arbeitet monatlich an 20 Arbeitstagen (außer August). Er ist für die Gemeinschaftsverpflegung in der Kaserne arbeitstäglich zum Mittagessen vorgesehen und nimmt auch daran teil (Zuzahlung 3 € je Mahlzeit).

Aufgrund der befristeten Versetzung (nicht mehr als 48 Monate) ist die Tätigkeit in Musterhausen nicht als dauerhafte Tätigkeit anzusehen und seine beruflichen Aufwendungen werden nach Reisekostengrundsätzen berücksichtigt.

Berechnung der beruflichen Kosten mit                                         Vergleich ohne Befristung =
Befristung = Reisekostengrundsätze                                              erste Tätigkeitsstätte

Fahrten zur Kaserne   220 x 40 km x 0,30   = 2.640 €                   220 x 20 x 0,30   = 1.320 €
Verpflegung:
Jan – März                      60 Tage x 5,40 €      =    324 €                                                                x
Sept. – Nov.                    60 Tage x 5,40 €      =    324 €                                                                x  

Gesamt                                                              = 3.288 €                                                 = 1.320 €


Übrigens: Ihr Arbeitgeber hat seit 2014 weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten bei der Zuordnung zu einer „ersten Tätigkeitsstätte“. Die Folge ist, dass alle weiteren Tätigkeitsstätten dann als Auswärtstätigkeit anzusehen sind und somit nach Reisekostengrundsätzen betrachtet werden.

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag bis Freitag
10.00 bis 12.30 Uhr und 14.00 bis 18.00 Uhr

Beratungstermine nur nach telefonischer Vereinbarung. In der ersten Jahreshälfte sind Beratungstermine auch ab 9 Uhr möglich.

Bitte beachten Sie:

Unser Büro bleibt in der Zeit vom 22.12.2018 bis zum 06.01.2019 geschlossen.

Neue Mitglieder nehmen wir in der Zeit vom 01.07. bis 31.10. eines Kalenderjahres auf.

Wenn Sie an einer Mitgliedschaft interessiert sind, dann können Sie unseren Fragebogen zur Mitgliedschaft herunterladen. Bitte lassen Sie uns den ausgefüllten Fragebogen zukommen. Sobald geklärt ist, ob Beratungsbefugnis besteht, setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung.

 

 

 

 

 

 

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